Vereinsgeschichte

Von der Gründung bis in die Gegenwart

Wie alles begann...

 

Am 16. März 1926 schlug die Geburtsstunde des Eisenbahnermusikvereines Arnoldstein. Als erster Obmann fungierte der Bahnhofsvorstand Artzmann und als erster Kapellmeister wurde Eduard Hansbach bestellt. Die Instrumente wurden größtenteils von Pontafel (jetzt Pontebba) geholt, wo in Kisten der Bestand an Instrumenten einer alten k.u.k. Militärmusik lagerte. Der Ankauf wurde sofort beschlossen. Mit den Instrumenten wurde auch der Tambourstab geholt, der heute noch im Besitz des Vereines ist. Einige Musiker beherrschten bereits das Blasen eines Instrumentes, so auch der spätere erste Kapellmeisterstellvertreter Anton Mayer. Doch der Großteil der Musiker mußte bei der Stunde Null beginnen. Noch im selben Jahr wurde mit dem theoretischen und praktischen Unterricht begonnen. Der Eifer war riesengroß und so konnte bald der erste Auftritt beim Begräbnis eines Arbeitskollegen durchgeführt werden. Trotz der schlechten wirtschaftlichen Lage wurde von allen aktiven und unterstützenden Mitgliedern eine Beitrittsgebühr von einem Schilling und eine Monatsgebühr von fünfzig Cent eingehoben. Wenn man bedenkt, dass der Monatslohn eines Hilfsarbeiters ca. 36 Schillinge betrug, war das ein großes Opfer. Das erste öffentliche Konzert fand bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1927 statt.

 

Von 1928 bis 1932 leitete Franz Pichler und von 1933 bis 1936 Franz Wieser den Verein. Am 4. Feber 1928 wurde der 1. Eisenbahnerball, früher Musikerkränzchen genannt, durchgeführt. Zum Einheben des Mitgliedsbeitrages wurden Subkassiere bestellt. 1931 hatte die Kassiererin Marie Wenniger 11 Subkassiere zur Verfügung.

 

1936 wurde Alois Vrba der neue Kapellmeister und Anton Wieser sein Stellvertreter, diese Stelle hatte er bereits seit 1932 inne. Bei der Jahreshauptversammlung am 6. März 1937 wurde das zehnjährige Bestehen der Musikkapelle gefeiert, gleichzeitig wurde Bahnhofsvorstand Domaingo zum Obmann bestellt. Kapellmeister Vrba ersuchte um seine Ablöse.

Mit Karl Wolfsgruber, einem ehemaligen Militärkapellmeister, fand man einen Nachfolger, der über eine große Erfahrung verfügte und so neuen Schwung in das Orchester brachte. Der musikalische Aufschwung machte sich bald bei den Konzerten bemerkbar. Nach Auflösung des Vereines durch ein Schreiben der Deutschen Reichsbahndirektion Villach am 31. März 1939 wurden am 8. Juli 1939 die Instrumente abgegeben.

Der 2. Weltkrieg

 

1940 wurde der Verein als „Reichsbahnkapelle – Arnoldstein“ unter Obmann Bahnhofsvorstand Gschiel wieder ins Leben gerufen. 1941 wurden noch 26 Proben und Konzerte, die Wunschkonzerte genannt wurden, unter der Leitung von Karl Wolfsgruber, der Johann Steinwender als Kapellmeister vertrat, durchgeführt. 1942 führte Obmann Bahnhofsvorstand Rigger die Kapelle und am 15. Oktober 1942 wurde das letzte Konzert gespielt. Der zweite Weltkrieg beendete die musikalische Tätigkeit des Musikvereines. Viele Musiker mussten zu Einrückungen und Einsatz in den Osten.

 

Blasmusik in der 2. Republik

 

Nach dem Kriegsende wurde 1949 der gesamte Inventarbestand des Vereines von Julius Riavetz aufgezeichnet. Der Initiative einiger Musiker ist es zu verdanken, dass die musikalische Tätigkeit wieder aufgenommen wurde. Am 8. September 1950 wurde unter dem ehemaligen Obmann Franz Wieser der Verein wieder neu gegründet. Der Bahnhofsvorstandstellvertreter Walter Holzer wurde zum neuen Obmann gewählt. Unter der bewährten musikalischen Leistung von Karl Wolfsgruber wurde wieder sehr eifrig geprobt und so konnten bald wieder öffentliche Auftritte stattfinden.

 

 

Der Aufwärtstrend der Musikkapelle wurde durch den erhöhten Arbeitseinsatz des Kapellmeisters Karl Wolfsgruber, des Obmannes Walter Holzer und dessen Stellvertreters Martin Stuppnig sichergestellt. 1952 wurde wieder der traditionelle Eisenbahnerball veranstaltet. Von 1953 bis 1956 war Bahnhofsvorstandstellvertreter Wilhelm Herzog und ab 4. August 1956 Franz Wedenig Obmann des Vereines. Franz Wedenig führt die Musikkapelle mit großem Geschick und der Verein erlebte einen finanziellen Aufschwung. Der Eisenbahnerball 1957 erreichte für damalige Verhältnisse durch den starken Besuch ein Rekordergebnis. So konnten Instrumente und Bekleidungsgegenstände in größerem Ausmaß angeschafft werden.

Die 1980er Jahre

 

Im Jahre 1981 übernahm der Sachwalter für Wirtschaftsangelegenheiten der Transportabteilung der BBDion Villach, Richard Klinger, den Verein. Alljährlich wurde zu den vielen Konzerten und Auftritten auch ein Frühlingskonzert im Kulturhaus Gailitz veranstaltet. Ein Höhepunkt des Programmes war das Auftreten des bekannten Saxophonisten Otto Vrhovnik mit unserem Orchester. (Foto: Fronleichnam Arnoldstein 1983)

 

Im Jahr 1984 wurde erstmals eine Konzertreise nach Berlin veranstaltet. Die Konzerte am Kurfürstendamm und die Führung durch West- und Ost-Berlin waren für alle Musikanten ein unvergessliches Erlebnis. Der 18. Dezember 1985 war für alle Vereinsmitglieder ein Freudentag. Nach 59 Jahren ohne Probelokal wurde erstmals im neu errichteten Schulungszentrum ein besinnlicher Jahresausklang gefeiert. Dieses Schulungszentrum darf der EMV-TK Arnoldstein für die Abhaltung der wöchentlichen Probe mitbenützen. 1986 war ein großes Jubeljahr für unseren Verein. Erstmals wurde beim Bezirkswertungsspiel in der Oberstufe angetreten, wobei auf Anhieb ein sehr guter Erfolg errungen wurde. Die 60-Jahr-Feier wurde als besonderer Höhepunkt mit einem Bezirksmusikertreffen unter Teilnahme von in- und ausländischen Musikervereinen gefeiert. Zum 60. Geburtstag erhielt die Musikkapelle von unserem Ehrenmitglied Leopold Aichholzer, Gastwirt in Gailitz, eine wunderschöne Vereinsfahne, die fortan bei jedem Aufmarsch von der Musikkapelle mitgetragen wird. Weiters wurde nach Idee von Obmann Richard Klinger erstmals das Rampenfest im Bereich des Bahnhofes Arnoldstein durchgeführt und somit das Traditionskonzert am Bahnhofsvorplatz neu gestaltet.

 

1987 wurde die Kapelle von der Stadtgemeinde Berlin zur 750–Jahr-Feier eingeladen und konzertierte dort einige Male und das 1. internationale Frühlingskonzert mit je einer Blaskapelle aus Italien und Jugoslawien (Slowenien) wurde in Arnoldstein ins Leben gerufen.

 

In den Jahren 1988 und 1990 wurde bei den Bezirkswertungsspielen in der Oberstufe angetreten und immer ein sehr guter Erfolg erreicht. Im Jahr 1988 wurde der umgebaute Bahnhof Arnoldstein übergeben und der Spatenstich für den zweigleisigen Ausbau Arnoldstein – Staatsgrenze bei Thörl-Maglern durchgeführt. Die Musikkapelle umrahmte dieses Großereignis feierlich, wobei als Dirigent der damalige Verkehrsminister Dr. Rudolf Streicher fungierte.

 

1988 wurde auch erstmals beim Spiel in kleinen Gruppen mit einem Klarinettentrio und einem Blechbläserquartett auf Bezirksebene und 1990 mit einem Klarinettenquartett angetreten. Auch bei Marschwertungen konnte ein Aufwärtstrend verzeichnet werden. 1988 konnte unter Stabführer Rupert Steinwender und 1991 unter Stabführer Günther Einetter in der Unterstufe ein sehr guter Erfolg erzielt werden. 

 

Beim 3. Rampenfest im Jahre 1989 wurden feierlich die neuen ÖBB-Uniformen für die gesamte Musik übergeben. 1990 waren wir zu Gast beim Eisenbahnermusikverein in Innsbruck und feierten selbst ein gradioses Fest, nämlich „20 Jahre Gemeindemusik“. Aus diesem Anlaß wurde die neue „Untergailtaler Festtagstracht“ übergeben und eingeweiht. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ATS 404.817,--, die zur Hälfte vom Verein bezahlt wurden und dank der großzügigen Unterstützung der Marktgemeinde Arnoldstein unter Bürgermeister Gerwald Steinlechner ermöglicht wurde.

Die 1990er Jahre

 

Bei der 65-Jahr-Feier im Jahre 1991 wurde der erste Tonträger unseres Vereines „Hier an der Grenze“ vorgestellt. Im Herbst 1991 umrahmten wird das Wildoner Volksfest in der Untersteiermark. Im Jahr 1992 übernahm der neue Obmann Emanuel Ambrosch die Obmannstelle. Sein Vorgänger Richard Klinger wurde aufgrund seiner Verdienste während seiner zehnjährigen Obmannzeit zum Ehrenobmann erhoben. 1993 weilte die Musikkapelle in Wiener Neustadt beim Eisenbahnermusikertreffen aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der EMV Wiener Neustadt und erlangte in der Konzertwertung - Stufe C - einen sehr guten Erfolg (siehe Foto). Im Herbst 1994 nahmen wir beim Michaeli-Kirchtag in Menges, Slowenien, teil. Beim Bezirksmusikertreffen in Arnoldstein konnte in der Marschwertung in Stufe B eine Auszeichnung erreicht werden.

 

Bei den Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Gailtalbahn wurde ein Sonderzug ins Gailtal geführt, der in Arnoldstein willkommen geheißen wurde. In Hermagor wurde konzertiert. Das Eisenbahnermusikertreffen 1995 fand in Salzburg aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des EMV Salzburg statt. Unser Verein nahm beim großen Festzug durch die Stadt Salzburg teil. Am 10. Oktober 1995 nahm der Verein, so wie 1990, 2000 und 2010, beim großen Landesfestzug teil und war ein würdiger Vertreter der Marktgemeinde Arnoldstein in Klagenfurt.

 

Kapellmeister Johann Egger verstand es, das Programm der Frühlingskonzerte immer wieder interessant zu gestalten. So traten bei diesen Konzerten namhafte Solisten auf. Der Solotrompeter Prof. Ebner aus Hallein, Otto Vrhovnik, Starsaxophonist aus Slowenien, und 1995 der Soloklarinettist Milan Kalhous von der Militärmusik aus Brünn in Tschechien. Neben den vielen musikalischen Auftritten wurde in den letzten Jahren beim Eisenbahnerball – der nunmehr Musikerball heißt - die  Eröffnungs- und Mitternachtseinlage selbst gestaltet. Am traditionellen Umzug am Faschingsdienstag in Arnoldstein wird mitgewirkt.

 

 

Beim letzten Konzert in Arnoldstein im Herbst 1995 übergab  Kapellmeister Johann Egger nach 20-jähriger Tätigkeit sein Amt seinen Stellvertreter Ing. Siegfried Moser, der am 2. März 1996 zum Kapellmeister bestellt wurde. Besonderer Dank und große Anerkennung gilt dem Kapellmeister Johann Egger für seine langjährige und verdienstvolle Tätigkeit für den Weiterbestand und die Aufbauarbeit der Musikkapelle. Mit Beschluss des Vereinsvorstandes vom 13. Feber 1996 wurde er zum Ehrenkapellmeister ernannt.

1996 wurde das 70-jährige Bestehen in Arnoldstein mit einem Jubiläumskonzert und einem großen Zeltfest mit Bezirksmusikertreffen und Marschmusikwertung gefeiert (siehe Foto). Bei der Marschwertung konnte in der Stufe B ein „sehr guter Erfolg“ erreicht werden. Wie immer bei großen Festen waren unsere Freunde aus Italien und Slowenien anwesend. Unsere befreundeten Blaskapellen aus Brünn (Tschechien) und Wiener Neustadt sorgten für die musikalische Umrahmung. Bei der Feldmesse, die Pater Wanner zelebrierte wurden uns vom Gastwirt „Willi“ Aichholzer ein Tambourstab und zwei Schärpen übergeben. Herr Hutterer aus Gailitz übergab uns eine wunderschöne handgeschnitzte  Vereinstafel, die fortan immer bei Ausrückungen von Hans Gruber getragen wird.

 

1997 wurde in Arnoldstein „10 Jahre  - anni – let“ internationales Frühlingskonzert mit den Blaskapellen aus Jesenice und Bagnarola veranstaltet. Besonders geehrt wurde der Gründer des internationalen Frühlingskonzertes, dass am 16. Mai 1987 erstmals in Arnoldstein stattfand, Ehrenkapellmeister Johann Egger.

 

1998 wurde  am 7. März die Generalversammlung abgehalten und der neue Ausschuß unter Obmann Emanuel Ambrosch bestellt. Walter Samonig wurde neuer Stabführer.  Am 2. Mai wurde das Konzert unter dem Motto „Blasmusik und Kunst“ veranstaltet. Die heimischen Künstler Alfred Radl, Karin Popolari und Jan Blaschke verwandelten das Kulturhaus in eine Galerie. Diese Symbiose von Kunst und Blasmusik war für Arnoldstein ein einmaliges Erlebnis. Rupert Steinwender wurde für 60 Jahre im Dienste der Blasmusik und der Orchestervorstand Stefan Wiegele für 30 Jahre geehrt.

 

 

1999 fand am 30. April das Konzert unter dem Motto „Blasmusik und Jugend“ statt. Zusätzlich zur großen Blaskapelle musizierte die Jugend des Vereines in einer Jugendkapelle unter der Leitung von Alfred Schaschl.

Die Jahrtausendwende bis heute

 

2000 wurde im Mehrzweckhaus Riegersdorf vom 6. – 9. April die erste CD mit dem Titel „Am Dreiländereck“ tre amici …. tri prijatelji …. drei Freunde ….. aufgenommen. Das internationale Frühlingskonzert wurde unter dem Motto „Blasmusik International“ in Arnoldstein veranstaltet. Am 28. Mai gelang dem EMV-TK Arnoldstein unter Kapellmeister Ing. Siegfried Moser wohl der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Beim Wertungsspiel konnte in der Stufe C ein „Auszeichnung“ erreicht werden.

 

Im Jahr 2000 tritt Alfred Schaschl als Kapellmeister die Nachfolge von Kapellmeister Ing. Siegfried Moser an, nachdem er schon seit 1995 Kapellmeisterstellvertreter  war. Ing. Moser wird Ehrenkapellmeister und in späterer Folge auch Stabführer und Kameradschaftsobmann. 2001 reist der Musikverein erneut nach Bösel (siehe Foto) und erreicht in der Marsch- und Dirigentenwertung jeweils den ersten Platz.

 

Neben der Teilnahme an Faschingsumzügen in Arnoldstein und Villach überrascht Kapellmeister Alfred Schaschl mit seinen Musikern die Bevölkerung im Kulturhaus Gailitz mit dem Konzert „Zarathustra 2000“  am 24. April 2004. Am 1. Mai 2004 wirkt die Kapelle am „Fest der Einigkeit“ am Dreiländereck mit. Ehrenobmann Richard Klinger verstirbt im November 2005 und wird er von der Kapelle auf seinem letzten Ehrenweg begleitet.

 

Im Jahr 2006 feierte der Verein sein 80-jähriges Bestandsjubiläum mit einem dreitägigen Fest. Die Organisation dieses Festes lag in den Händen von Ehrenkapellmeister Johann Egger. Besondere Vereinsaktivitäten im Jubiläumsjahr waren neben der Teilnahme an den Festivitäten rund um die 100 Jahre alte „Wocheinerbahn“ in Slowenien, die Mitwirkung am Villacher Kirchtag und der Bischofsempfang in Arnoldstein.

 

 

Auf Grund des gesundheitsbedingten Rücktrittes des langjährigen Obmannes Emanuel Ambrosch und des Ausscheidens des Obmannstellvertreters Günther Mente sowie des Orchestervorstandes Stefan Wiegele war es im Herbst des Jahres 2006 notwendig, bis zur Generalversammlung 2007 Siegfried Cesar als  geschäftsführenden Obmann und Kapellmeister Alfred Schaschl als geschäftsführenden Obmannstellvertreter zu bestellen.

 

 

 

Am 21. April 2007 wird die Mitgliederversammlung durchgeführt und wird sowohl der Obmann als auch dessen Stellvertreter sowie der gesamte Ausschuss neu gewählt. Obmann wird der Arnoldsteiner Amtsleiter Siegfried Cesar, sein Stellvertreter wird Kapellmeister Alfred Schaschl. Bereits im April  2007 wird ein dreitägiger Musikerausflug nach Wien mit Besichtigung der Flughafenfeuerwehr in Schwechat und einem Gastkonzert im Schloß Hof in Niederösterreich absolviert. Erste Aufgabe des Obmannes war es auf Grund der Veränderungen im Vereinsgesetz die Vereinsstatuten neu auszuarbeiten und einer Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung zu unterziehen. Im Jahr 2007 hat der Verein 38 Mitglieder, 13 Jungmusiker sind in Ausbildung. Emanuel Ambrosch wird in Würdigung seiner 14-jährigen Obmanntätigkeit zum Ehrenobmann ernannt. In Gemeinsamkeit mit ARBO – Gesellschaft für Musik und Theater – bestreiten Vereinsmusiker das advantgardistische Konzert „Manöver 2007“ auf der Klosterburgruine Arnoldstein.

 

2008 beginnt mit dem traditionellen Musikerball im Kulturhaus Gailitz. Mit „wir grüßen Europa“ veranstaltet der Verein ein schwungvolles und abwechslungsreiches Konzert im Mehrzwecksaal in Riegersdorf. Ein neues Vereinslogo wird erstellt. Dieses beinhaltet drei Fanfaren, ausgestattet mit dem Emblem der ÖBB und dem Wappen der Marktgemeinde Arnoldstein sowie der Lyra als Zeichen der Musik. Diese Logo soll die Zugehörigkeit der Musikkapelle zur Eisenbahn, aber auch als Trachtenkapelle der Marktgemeinde Arnoldstein, wiedergeben. Als kameradschaftlicher Höhepunkt des Jahres 2008 ist der zweitägige Ausflug nach Porec (Kroatien) zu bezeichnen.

 

Über Initiative des Obmannes Cesar werden in der Adventzeit  durch die gesamte Kapelle in den Pfarren Arnoldstein, St. Leonhard und Thörl-Maglern Adventkonzerte abgehalten, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Diese Konzerte sind ein kleines Dankeschön der Musikkapelle an die Bevölkerung der Marktgemeinde Arnoldstein für die Unterstützung während des Jahres.  

 

2009 reift seitens des Kapellmeisters die Idee eine CD aufzunehmen, die zunächst auf nicht allzu großen Zuspruch bei den MusikerInnen trifft. Mit dem internationalen Konzert „Ohrwurm“ im Oktober 2009 brilliert unsere Kapelle gemeinsam mit den befreundeten Musikkapellen Societa Filarmonica di Bagnarola (Italien) und Pihalni orkester Jesenice (Slowenien)  im Kulturhaus.

 

Im Jahr 2010 wird das Projekt „CD-Aufnahme“ in Angriff genommen. Unzählige Probenbesuche und Vorbereitungsarbeiten prägen das gesamte Jahresprogramm des Musikvereines. Obmann Cesar ist ständig auf Sponsorensuche und gelingt es ihm die notwendigen Mittel aufzubringen. Schlußendlich wird die CD in der Carinthischen Musikakademie in Ossiach unter Mithilfe von Prof. Vrhovnik aufgenommen. Unter dem Titel „Handverlesen" wird sie anlässlich der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2011 der Bevölkerung präsentiert. Im Rahmen der Präsentation wird Ehrenkapellmeister Johann Egger mit dem neugeschaffenen Ehrenring des Eisenbahnermusikvereines-Trachtenkapelle Arnoldstein auf Grund eines einstimmigen Beschlusses ausgezeichnet.

 

Das Jahr 2011 wird neben diversen Aufritten hauptsächlich zur Vorbereitung für die Teilnahme bei den EURO MUSIKTAGEN in Bösel genutzt. Nach einer anstrengenden Anreise im September 2011  nach Norddeutschland gelingt es Kapellmeister Alfred Schaschl bei der Dirigentenwertung den 1. Platz und der Kapelle bei der Musikerwertung den ausgezeichneten zweiten Platz zu erreichen. Wie alljährlich, wurden auch die Adventkonzerte abgehalten und erstmals in der evangelischen Pfarrkirche in Arnoldstein konzertiert. Mit einer zünftigen Jahresabschlussfeier im Jänner 2012 wurde das Musikerjahr 2011 abgeschlossen. 

 

Im Jahr 2014 übernehmen nach einem Kapellmeisterwechsel erneut Ing. Sigfried Moser und Johann Egger die Leitung des Musikvereins. Seither wird an alte Traditionen angeknüpft. 2016 feiert der EMV TK Arnoldstein sein 90-jähriges Bestehen. Das Festkonzert dazu findet im Juni im Kulturhaus Arnoldstein statt. Neben dem inzwischen ebenso traditionellen jährlichen Pflichttermin des Rosenmontagskonzert, findet im April 2017 nach zehnjähriges Pause ein internationales Frühlingskonzert Bagnarola statt. Zukünftig werden internationale Frühlingskonzerte mit den Partnerkapellen aus Italien und Slowenien wie gewohnt jährlich in einem anderen Land durchgeführt werden. 

 

Ein weiterer Höhepunkt 2017 ist die Organisation und Veranstaltung des Musikertreffens "Blasmusik Verbindet" im Oktober 2017 in Arnoldstein. Mehr als zehn Musikkapellen aus dem Bezirk Villach-Land spielen gemeinsam auf.